aus dem In- oder Ausland
Hunde aus dem Ausland
gelangen durch Tierschutz-Organisationen nach Deutschland. Ob sie in ihrer Heimat auf der Straße oder am Strand gelebt haben, oder aus einer Tötungsstation freigekauft wurden – sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind nicht auf ein Leben als Familienhunde in einem deutschen Haushalt geprägt und sozialisiert. Darum reichen guter Wille und Tierliebe allein nicht aus, um aus dem Welpen oder erwachsenen Hund mit „Migrationshintergrund“ einen Familienhund zu machen.

Auch in Deutschland geborene Hunde
können zu Abgabehunden werden, wenn ihre Menschen sie aus verschiedenen Gründen nicht mehr behalten können oder wollen. Sie sind oft ungünstig geprägt, schlecht erzogen, oder traumatisiert.
Scheuen Sie sich als wohlwollender Hundehalter bitte nicht, fachliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um einen vorbelasteten Hund in Ihr Leben zu integrieren.
Vertrauensaufbau und Gewöhnung an die neue Umgebung
Wer einen Hund aus dem Tierschutz aufnimmt, steht vorrangig vor der Aufgabe
a) ihn an sich zu binden.
b) ihn an sein neues Umfeld positiv zu gewöhnen.
c) ihn an Halsband, Geschirr und an das Laufen an der Leine positiv zu gewöhnen.
Diese drei Themen sind zuerst einmal die sicherheitsrelevantesten, bevor man weitere in Angriff nimmt.
Negativ-Verknüpfungen bitte nicht unterschätzen
Die ersten Eindrücke sind prägend. Der Neuling muss von Anfang an den Eindruck haben, dass er in der Nähe seines neuen Menschen gut aufgehoben ist. Darum darf er nicht aus Unkenntnis überfordert werden, indem man ihn zum Beispiel, freilaufend oder an der Leine, überallhin mitnimmt, weil man meint, ihm alles zeigen zu müssen. Der Schuss geht schnell nach hinten los. Ein Vertrauensbruch, eine negative Leinenverknüpfung, eine negative Verknüpfung mit bestimmten äußeren Eindrücken führen immer zu nachhaltigen Schäden.
Spezielles Thema: Anti-Angst-Therapie
Nach meiner Erfahrung haben ein großer Teil dieser Hunde mit Ängsten zu kämpfen, die aus Erlebnissen oder Defiziten während ihrer Vorgeschichte resultieren.
Häufige Probleme sind:
- Angst vor Menschen, meist eher vor Männern
- Angst vor Geräuschen
- Angst vor Autos, bzw. im Auto
- Verlassens-Angst
- Angst vor großen Plätzen
- Schwellenangst
- Angst im Straßenverkehr
- Angst vor anderen Hunden…
Nicht immer liegen Traumata zugrunde, oft ist es einfach das Unbekannte, Fremde, was ihnen solche Angst macht. Manche Ängste sind klar umrissen und relativ einfach durch entsprechendes Training zu behandeln, Traumata und diffuse Angstzustände schwieriger. Es gibt sehr viele verschiedene Ansatzpunkte und Vorgehensweisen, um Hunden mit Angstproblemen zu helfen.
Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass diese Probleme sich schon „von selber“ lösen, denn sie können sich sogar verstärken, je länger der Hund damit zu tun hat. Holen Sie sich fachliche Hilfe!
Psychosomatische Krankheiten erkennen
Verdauungsstörungen und Hautprobleme, besonders Juckreiz, sind am Anfang bei diesen Hunden häufig zu beobachten. Diese gesundheitlichen Probleme sind nicht immer, aber oft psychisch bedingt, durch den Stress, den das Tier in seiner Vergangenheit und/oder durch die Umstellung zu ertragen hatte oder immer noch hat.
Laborhunde
Speziell: Labor-Beagle
Immer wieder werden überschüssige Beagle aus Laboren entlassen. Obwohl da oft nette Hunde bei sind – völlig probemlos sind sie eigentlich nie, denn sie kennen nichts als Ihresgleichen und den sterilen Auslauf oder Käfig, in dem sie geboren wurden und aufgewachsen sind. Um einen problemfreien Familien-Beagle zu bekommen, müssen Defizite aus dieser isolierten Haltung rechtzeitig aufgearbeitet werden. Vertrauen Sie auch hier auf unserer Erfahrungswerte mit Labor-Beagle.

Ob erwachsener Hund oder Welpe – tun Sie jetzt das Beste für ihn!
Bei HundeLogisch finden Sie fachkundigen Rat bei der Sozialisation und Integration Ihres Hundes. Melden Sie sich gerne schon, bevor Sie den Hund abholen, um sich Tipps für den Transport und für die Eingewöhnungsphase zu holen.
Eine Erstberatung dauert 1,5 Stunden und findet (nach Möglichkeit) bei Ihnen zuhause statt. Sofern der Hund kein Problem mit dem Autofahren hat, kann die Beratung auch hier bei uns vorgenommen werden.
