Alternative statt „Gassi gehen“ für eine Läufige Hündin
Statt mit einer „heißen“ Hündin auf Spaziergängen eine Duftspur zu ziehen, auf der auch der wohlerzogenste Rüde „abgeht wie ein Zäpfchen“, sollte man Alternativen wählen, um ihr das zu bieten, was sie täglich braucht: Frische Luft, Sonne, Möglichkeiten ihr Geschäft zu machen, Bewegung und Abwechslung. In diesem und im nächsten Artikel verrate ich Euch mein Konzept, mit dem ich Alea drinnen und draußen alternativ auslaste.
Alternative Hundeklo
Der Stress, den man in der Hundewelt mit dem Herumführen läufiger Hündinnen (auch der eigenen Hündin) verursacht, muss nicht sein, wenn man mal von der Idee des „Gassi gehens“ und „Runden drehens“ loslässt und seiner Kreativität freien Lauf lässt. Mein Tag mit der zweijährigen, zur Zeit noch läufigen, Pomski-Hündin Alea beginnt damit, dass sie nach dem Aufstehen erst einmal zur Hundetoilette hinterm Haus geht und Pipi macht. Da ist schonmal der erste Druck buchstäblich weg. Je früher man Hunden beibringt, eine vorgegebene Stelle zu benutzen, umso selbstverständlicher werden sie es bald tun. Das ist ein sehr großer Vorteil, wie ich finde, der bei Mensch und Hund in vielen Situationen zum entspannten Leben beiträgt.

Mit Alea „an die Frische Luft“
Fernab der größeren Städte ist die artgerechte Hundehaltung hier noch ganz gut möglich, denn wir haben rund um unseren Standort viel freies Weideland. Obwohl fußläufig erreichbar, packe ich Alea einmal täglich ins Auto (um keine Geruchsspur zu hinterlassen) und fahre mit ihr zum Feld, wo sie richtig „düsen“ kann. Jetzt kommt Alea ihre Kindliche Früherziehung zugute: Sie hat schon in den ersten Lebenswochen- und Monaten gelernt, ihren Menschen zu folgen, und das tut sie auch jetzt, trotz Läufigkeit. So kann sie höchstmögliche Bewegungsfreiheit genießen. Trotzdem habe ich sicherheitshalber die leichte Biothane-Schleppleine an ihr befestigt.

Im Zick-zack-Kurs durch die Wiese
Ich selber komme auch bewegungsmäßig auf meine Kosten, denn ich laufe eine halbe Stunde ununterbrochen im Zick-zack-Kurs durch die Wiese: Schießt Alea Richtung Birnbäume davon, drehe ich mich um und laufe Richtung Apfelbäume, rennt sie Richtung Apfelbäume, laufe ich Richtung Scheune, denkt sie es geht Richtung Scheune und rast an mir vorbei, laufe ich zurück zum Auto. Das ist sicher kein alltägliches Bild, denn man sieht ja sonst eher Menschen, die hinter ihren Hunden herlaufen.
Hundetypisch Buddeln und Wälzen
Zwischendurch lasse ich Alea aber auch mal Zeit, um an den vielen Mauselöchern zu schnüffeln. Dabei halte ich sie gut im Auge, damit ich rechtzeitig agieren kann, falls sie sich doch mal zu stark ablenken lassen sollte. Von mir aus darf sie sogar hier und da mal buddeln. Wenn sie damit fertig ist, schiebe ich die Erde mit dem Schuh wieder zurück in das Loch und trete den Boden fest, denn ich befinde mich auf dem Privatgelände eines Landwirtes und nicht auf einer „Buddelwiese“ für Hunde.
Heute ging Alea noch einem anderen Hobby nach und wälzte sich ausgiebig auf einem, wie ich dachte, Klumpen altes Gras. Den Irrtum erkannte ich erst, als sie ins Auto sprang. Satan! Was stank dieser Hund nach Scheiße! Das war wohl eher ein Klumpen Gülle, den die feine Dame in ihrem weißen Fell kleben hatte.
Zuhause machten ein Eimer klares Wasser, ein Schwamm und ein Frotteetuch alles wieder gut. Alea bekam „lecker Mittagessen“ und legte sich anschließend sehr zufrieden mit sich und der Welt zu einem ausgiebigen Schläfchen nieder.
Das war´s für heute mit der „Frischluft“. Wie Alea zusätzlich zu unseren Tagesausflügen beschäftigt wird, verrate ich Euch im nächsten Beitrag.

