Poppy und der Käse-Igel

Warnung vor dem Käse-Igel! 

Kennt Ihr ihn noch – den guten alten Käse-Igel?

Früher durfte er auf keiner Party fehlen, er gehörte genauso dazu wie die Erdbeer/Ananas/Sonstwas-Bowle und der Toast Hawaii. Und da ich mittlerweilen auch schon älteren Semesters bin, und einige meiner Freunde und Freundinnen entsprechend ebenso, tischen wir manchmal gerne nostalgische Spezialitäten auf.

Käseigel
Käseigel

An diesem schönen Sommerabend hatte ich meine Nachbarin und noch eine andere Freundin zum „Draußensitzen“ eingeladen.

Als sie kamen, duftete es aus Petras Papiertüte verlockend nach frisch gebackenem Weißbrot, und Anja balancierte einen kunstvoll bespickten Käse-Igel vor sich her.

Ich kontrollierte nochmal das Tor und den Zaun rundherum, damit uns Pomsky Poppy, die natürlich nicht fehlen durfte, nicht entwischen konnte. „So,“ sagte ich, bevor ich mich  setzte „alles save!“ Und bald waren wir in ein anregendes Gespräch vertieft. Wir erzählten, aßen und tranken,und auch Poppy hatte von mir eine Kaustange bekommen.

„Wo ist sie denn, die Kleine?“ fragte Petra, die Hundefreundin. Ich hob die Tischdecke, und warf einen Blick unter den Tisch, wo ich Poppy vermutete. Da lag sie auch und kaute. Aber was schaute da seitlich aus ihrer Schnauze? Jedenfalls keine Kaustange.

„Poppy, bester Hund“

„Lass das los!“ Zum Glück funktionierte mein „Tabu-Signal“, das ich ihr während unserer gemeinsamen Ausflüge beigebracht habe, und sie spuckte den kleinen Holzspieß auf der Stelle aus.

Pomsky bettelt am Tisch
Poppy wittert Käse!

Ich mag mir gar nicht ausdenken, was passiert wäre, wenn der Hund den Holzspieß verschluckt hätte. Wie schnell aber landet so ein Ding, das nach leckerem Käse riecht, auf dem Boden? Wie schnell hat ein Hund es entdeckt und aufgenommen, ohne dass man es sieht? Gerade bei Partystimmung, wenn mehrere Leute zusammen sind, achtet man oft nicht so genau auf den Hund.

Rita de Los Angeles und Christiane Birk vom Dorff
Party! Hier mit Christiane Birk vom Dorff und Rita de Los Angeles

Nach dieser Erfahrung würde ich generell von diesen Party-Pickern, Fingerfood-Pickern, oder wie sie heißen, abraten, denn ich denke, dass das Verschlucken eines solchen Dings für einen Hund tödlich enden kann. Darum habe ich heute spontan diesen Beitrag geschrieben.

Die Gefahren für Hunde lauern im Alltag

– leider immer da, wo man sie nicht vermutet. Mir fällt dabei noch mein erster Hund „Astor“ ein, der damals plötzlich japsende Geräusche von sich gab, woraufhin ich ihm in den Rachen schaute. Heraus hing ein langer Faden vom Nähgarn, an dem ich zog, und die Nadel, die der junge Hund verschluckt hatte, nach draußen beförderte.

Im Laufe der vielen Jahre mit Hunden bin ich sehr umsichtig geworden, besonders auch mit kleine Fremdkörpern, die auf dem Boden liegen. Umsicht und Voraussicht sind für uns Tierhalter unerläßlich, damit unsere Hunde gesund bleiben und alt werden. In meinem Buch „Schritt für Schritt zum großen Ziel“ habe ich auch darüber einiges aus meinem Erfahrungsschatz geschrieben.

Sind Euch schon ähnliche Sachen passiert? Dann teilt diese Erfahrungen gerne mit mir und den anderen Hundefreunden hier in den Kommentaren.

 

 

 

 

 

 

 

8 Kommentare

  1. Das ist eine wichtige Ergänzung zum Thema „Gefahren im Haus für Hunde“. Man könnte die Liste wohl noch fortführen. Also, wem noch was dazu einfällt, immer her damit. Und zum Rollmops-Thema: Obwohl es ja ein erstes ist, musste ich jetzt lachen.

  2. Moin!
    Ja, auch ein wichtiges Thema um die Sicherheit unserer Hunde. Die Improvisation kann ich mir gut vorstellen, scheint ja auch zu funktionieren. Ich habe immer eine kurze HundeLeine mit einem Karabinerhaken am Ende um die Kopfstütze des Beifahrersitzes geschlungen. In der Länge so, dass ein Hund mittlerer Größe sich auf dem Sitz legen oder hinsetzen kann. Wenn ich einen Hund auf eine Kurzstrecke mitnehme, macht er „hoppi“ auf den Sitz (auf dem dann eine Hundedecke ist) und wird hinten am Geschirr festgemacht. Dann kann er aus dem Fenster kucken, aber nicht herunterkegeln.
    Große Hunde kommen hinten in die Transportbox, und auf längeren Touren oder auf der Autobahn müssen die Kleineren auch da rein. Da werden die aber vorher dran gewöhnt.

    • Déjà-vu

      Gestern aß ich Gabel – Rollmops. Bekanntlich ist der Rollmops eine aufgerolltes Heringsfilet mit einem kleinen Holzspieß zum Befestigen der Rolle versehen (Rollmöpse gehören ja auch zu den etwas nostalgischeren Speisen). Also fiel mir aufgrund dessen beim Essen sofort Barbaras Beitrag bezüglich des Käseigels ein. Nach dem Essen wollte ich die übrig gebliebenen Rollmöpse in einer Aufbewahrungsbox im Kühlschrank verwahren. Vor dem Kühlschrank lag Hund Arthur, also streckte ich meinen Arm ein wenig, um die Box im Kühlschrank abzulegen. Dabei erreichte ich das Fach nicht ganz und die Box fiel zu Boden und heraus purzelten Rollmöpse, was natürlich sofort Arthur auf den Plan rief. Gerade noch konnte ich ihn von der gefährlichen Beute wegscheuchen. Und alles erschien mir wie ein Déjà-vu, obwohl ich ja gar nicht beim Vorfall zwischen Poppy und dem Käseigel anwesend war.

  3. ​Oh ja, der gute alte Käse-Igel – bei uns hieß die Gefahr allerdings nicht Holzspieß, sondern schlichtweg: Alles, was nicht niet und nagelfest ist!
    ​Deine Geschichte hat mich sofort zum Schmunzeln gebracht, denn das Thema „Staubsauger auf vier Pfoten“ kennen wir hier nur zu gut. Bei uns herrscht dank dreier Kinder (damals 4, 8 und 10 Jahre alt) ohnehin täglich absolute Partystimmung🎉🥳. Aufmerksamkeit teilen zwischen einer Rasselbande und Hunden
    🐕🚸 Ein Hochleistungssport!
    ​Als damals zu unserem kleinen Maltipoo „Tom Tomate“ unser erster Neufundländer Bruno einzog, änderte sich unsere Welt schlagartig. Tom kam ja nicht mal im Traum mit der Nase an die Küchentischkante. Aber ein Neufundländer mit der Statur eines Bären und jede Menge bunter Knete im Kopf? Der brauchte nur zu atmen!
    ​Unser liebevoll eingerichteter Kinder-Kaufladen – samt Plastik-Pommes, Spielzeug-Tomaten und Mini-Einkaufswagen – verlor schlagartig an Umsatz, als der bärige Neufi-Hooligan beschloss, das gesamte Geschäft mit einem einzigen Freudensprung zu plündern und in den Ruin zu treiben. Seither pflegen wir in der Familie unfreiwillig einen extrem minimalistischen Einrichtungsstil:
    ☝️ Was wir nicht rechtzeitig wegräumten, wurde kurzerhand vom Bären „fachgerecht entsorgt“.
    ​Heute lebt unser kleiner Bär Oskar „Stolperfuß“ bei uns. Die Kinder sind inzwischen perfekt dressiert und lassen absolut nichts mehr rumliegen . Besonders unser 10-Jähriger nicht, seitdem sein geliebter Nike-Sneaker nach einer Oskar-Attacke ohne das berühmte Nikezeichen (plötzlich war der Turnschuh eben absolut uncool und unbrauchbar!).
    ​Spontanen Besuch können wir dank Oskar jederzeit empfangen – solange die Gäste kein Problem mit fliegenden Neufundländer-Glitzerfäden (aka Sabberfäden) und Haaren haben. Und obwohl wir alle Profis im Wegräumen geworden sind, findet Oskar immer noch seine ganz eigenen „Käse-Igel“ im Alltag Wolldecken-Etiketten, Schlappen, Türrahmen oder gleich das ganze Esszimmertischbein.
    ​Ein Hoch auf vorausschauende Hundeeltern – und danke für diesen herrlich nostalgischen und wichtigen Beitrag!
    Herzliche Grüße von Bianca ,Tom Tomate und Oskar Stolperfuß

    • Hallo Bianca, Tom Tomate und Oskar Stolperfuß!
      Das ist ja eine köstliche kleine Geschichte aus Eurem Leben. Vielen Dank dafür, ich habe mich köstlich amüsiert. Und ich denke, es wird anderen Lesern und Freunden des kultivierten Zusammenlebens mit den lieben Vierbeinern auch so gehen. Liebe Grüße an Euch alle aus Wallefeld!

  4. Moin
    Wer den Hund im Auto mitnimmt, sollte unbedingt wissen, dass es unerläßlich und gar vorgeschrieben ist, ihn festzuschnallen. Es gibt jede Menge teuren Kram im Fachhandel, doch das kann man sich sparen: der ganz normale Sicherheitsgurt tut’s auch. Ich habe einen kräftigen Karabinerhaken genommen und sowohl um den Gurt als auch durch das Hundegeschirr gezogen. Das ermöglicht ihm etwas Bewegungsfreiheit und gleichzeitig sichert es ihn ab bei plötzlichem Bremsen oder gar Aufprall. Selbst eine Polizeikontrolle hat dieses System überstanden.

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