Problemhunde – hier wird Ihnen geholfen!

Problemhunde-Verhalten

von A wie Angst

bis Z wie Zerstörungswut

Angst

zeigt sich meist durch Zittern, sich Wegducken und Fluchtversuchen. Wenn Hunde der gefürchteten Situation nicht entkommen können, weil sie an der Leine gehalten werden, verschlimmert sich ihre Situation aufgrund des Schmerzes und der Luftnot, die durch das Leineziehen entsteht. Wenn sie die Möglichkeit haben, in ihrer Panik zu entkommen, besteht die Gefahr, dass sie weglaufen und z.B. überfahren werden.

Angst kann auf schlechten Erfahrungen beruhen, aber auch auf mangelnder Erfahrung, wenn Hunde nicht rechtzeitig an bestimmte Eindrücke gewöhnt wurden, wie das bei solchen aus dem Tierschutz oft der Fall ist. Dann können sie diese Eindrücke nicht einordnen und haben Angst.

Angst kann durch alle möglichen Verhaltensweisen zum Ausdruck kommen, auch durch Aggressionen.

Leider verschwinden Ängste nur selten von alleine, sondern haben eher die üble Eigenschaft, sich zu generalisieren, dann gerät der Hund immer mehr in den Teufelskreis, der „Angst vor der Angst“.  Soweit sollte man es nicht kommen lassen.

Angst vor dem Alleinesein

erlebe ich oft bei Tierschutzhunden aus dem Ausland, die entweder nie zuvor alleine waren, weil sie in Rudelverbänden gelebt haben, aber auch bei solchen, die vermutlich schon als Jungtiere eingesperrt wurden, oder früh ihre Mutter verloren haben. Verständlicherweise haben sie dann Angst alleine gelassen zu werden.

Die selben Probleme können aber auch Hunde aus guter Herkunft bekommen, die nicht rechtzeitig und fachgerecht an das Alleinebleiben gewöhnt wurden.

Deprivation (Mangel, Verlust, Entzug von etwas Erwünschtem; Liebesentzug) macht sich durch Jaulen, Bellen, Zittern, Nahrungsverweigerung, Koten und Urinieren, Scharren und Nagen an Türen und Fenstern bis zur Zerstörungswut bemerkbar. Es kann aber auch andere Symptome geben, die auf den ersten Blick gar nicht mit der Angst vor dem Alleinebleiben zu tun haben.

Kontrollverlust kann sich durch ähnliche Symptomatik äußern wie Deprivation, nur die Gründe sind andere. Aber auch unter Kontrollverlust können Hunde tatsächlich leiden, weil sie beunruhigt sind und Dauerstress haben. Auch diese Form von Leiden sollte therapiert werden.

Wenn auch Ihr Hund Probleme mit dem Alleinebleiben hat, gilt es, herauszufinden, welcher Art diese sind, um eine passende Lösung zu finden.

Angst im Auto

zeigt sich oft dadurch, dass der Hund schon in der Nähe des Autos Zeichen von Abwehrhaltung äußert. Extreme Formen einer „Auto-Phobie“ sind Koten und Erbrechen im Auto, sowie Zittern, Schwitzen und extremes Haaren. Das Problem entsteht meistens durch einen früheren Transport im Auto, auf den der Hund nicht gut oder gar nicht vorbereitet wurde, z.B. Transporte aus dem Ausland, oder die erste Erfahrung eines Welpen bei der Fahrt vom Abholort.

Leider verschwindet auch diese Form der Angst nur selten von alleine, sondern hat eher die üble Eigenschaft, sich festzusetzen, und dann kann es wirklich schwierig werden.

Bei der Angst vor dem Autofahren muss für jeden Hund ein passendes Konzept aufgestellt werden, damit er dieses bereits gewohnte „Muster“ wieder loswerden kann.

 

Bellen und Beißen

Problemhunde - Bellen, Beißen und weitere probleme sind lösbar!
Problemhunde – Bellen, Beißen und weitere Probleme sind lösbar!

Jeder Hund muss das Recht haben, mal seine Stimme einzusetzen. Nimmt das Gebell jedoch überhand, ist irgendetwas schief gelaufen. Dann muss man den Grund herausfinden, um das übertriebene Gebell abzustellen.

Beißattacken mit Verletzungsgefahr kommen zwar leider vor, sind jedoch eher selten. Viel häufiger beklagen Hundehalter, dass gerade Junghunde gerne mal übergriffig werden und ihre Zähne an Kindern und Erwachsenen ausprobieren. Das sollte aber nicht als „spielerisches Zwicken“ abgetan, sondern rechtzeitig abgestellt werden.

Blinde und gehörlose Hunde

Bei gesunden Hunden stellen die optischen oder akustischen Signale (neben den olfaktorischen und taktilen) die Verbindeung zur Außenwelt und die  Kommunikation mit ihrem Menschen her. Kommen diese jedoch nicht beim Hund an, weil ihm einer der Sinne fehlt, muss man andere Möglichkeiten finden, die ihn mit der Außenwelt und mit seinem Menschen verbinden.

Ein angepasstes individuelles Kommunikationssytem kann einen fast normalen Umgang mit einem blinden oder tauben Hund ermöglichen.

Auch der Einsatz eines Vibrationshalsbandes kann hier eine große Hilfe sein, ähnlich einem Hörgerät. Es ist nicht zu verwechseln mit einem strombetriebenen, tierschutzwidrigen „Erziehungshalsband“. Es muss von Anfang an präziese eingesetzt werden, damit keine Missverständnisse zwischen und und Mensch entstehen. Bei mir bekommen Sie die professionelle Anleitung.

Vibrationshalsband Dalmatiner
Der taube Dalmatiner trägt ein Vibrationshalsband

Lecken und Kratzen – da helfen keine Pillen!

Obwohl es durchaus medizinische Gründe haben kann, wie z.B. eine Allergie, ist übertriebenes Lecken und Kratzen oft eher Ausdruck so manchen psychischen Leidens. Das kann beim Kratzen eine ausufernde Übersprungshandlung sein, wenn der Hund aus irgendwelchen Gründen vorübergehend oder generell innerlich im Ungleichgewicht ist. Pfotenlecken und andere Körperteile ständig belecken und beißen kann auf Frustration, oft auf Langeweile hinweisen, aus der der Hund keinen Ausweg findet. Manche schlimme Form der Beschäftigung mit sich selber weist auf einen katastrophalen inneren Zustand hin: Der Hund „pflegt“ sich selber, bis zur Selbstzerstörung. Aber auch der Zustand dieser armen Seelen kann zumindest verbessert werden.

Hund kratzt wegen Zecken
Keine Panik wenn´s mal juckt

Pinkeln und Pöbeln

Pipi in der Wohnung? Bereits beim kleinen Welpen muss man die richtigen Wege gehen, damit er sein Löseverhalten bald unter Kontrolle kriegt. Pinkeln kann aber auch Angst, Unsicherheit oder Demut vor sehr dominant wirkenden Personen zum Ausdruck bringen. Oder der Hund hat schon gelernt, dadurch Aufmerksamkeit zu bekommen. Lässt man solchen Gewohnheiten freien Lauf, können sie pathologische Formen annehmen und die Wohnung wird zum „Pissoir“, in dem man keinen Besucher mehr empfangen kann. Das glauben Sie nicht? Das gibt es öfter, als man denkt.

Pipi an jeder Ecke? Nicht nur Rüden markieren interessante Stellen, auch Hündinnen können „Beinchen heben“. Markieren und Pöbeln liegen oft jedoch sehr dicht beieinander, denn wer so viel „Territorium“ besitzt, bläst sich auch gerne dem entsprechend auf – und das nicht nur bei anderen Hunden, sondern auch dem eigenen Menschen gegenüber.

Pöbeleien und respektloses Verhalten anderen gegenüber ist natürlich nicht nur von den Pinkelgewohnheiten des Hundes abhängig, sondern kann viele verschiedene Ursachen haben.

Ihre Hunde-Verhaltensberaterin wird diese erkennen und Ihnen helfen, sie abzustellen.

Zerstörungswut

kommt in der Wohnung vor oder im Auto. Hunde, die alles kaputt machen sind aber nicht frech oder böse, sondern haben ein Problem, das sie dadurch zum Ausdruck bringen wollen! Ein Problem, das gelöst werden will, ebenso wie jedes hier aufgezeigte Problemverhalten im Grunde eine Botschaft an den Menschen ist, endlich etwas zu ändern!

Haben Sie auch so einen „besonderen“ Hund? Dann melden Sie sich gerne bei mir.

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