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Australian Cattle Dogs

Cooper, ein typischer
Vertreter seiner Rasse
ACD´s werden, wie der Name schon sagt, in ihrer australischen Heimat als Treibhunde für
Rinderherden eingesetzt.
Sie sind inzwischen als eigene Rasse anerkannt und werden unter der FCI-Nr. 287 geführt.
Um widerstandsfähige Hunde für die harte Arbeit an den Herden zu bekommen, kreuzten die
Farmer ihre einheimischen Dingos mit Blue Merle Collies und vermutlich Dalmatinern, Bull Terrier
und Kelpies.
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Wer einmal Cattle Dogs dabei beobachten konnte, wie sie teilweise über die Rücken der Rinder
galoppieren oder nach deren Fesseln schnappen, um sie vorwärts zu treiben und sofort mit
geschickten Sprüngen ihren Tritten und Hörnern ausweichen, weiß, warum diese Hunde nicht
als „Familienhunde“ für jedermann geeignet sind.
Im Gegensatz zu den typisch sensiblen Hütehunden, wie z.B. Border Collie, Australian Sheperd
und Co., die auf ständige Zusammenarbeit mit dem menschlichen „Herdenchef“, dem Schäfer,
spezialisiert und somit sozial höchst abhängig sind, ist der selbständig arbeitende unempfindliche
Cattle Dog natürlich wesentlich schwieriger von menschlichen Führungsansprüchen zu überzeugen.

Da diese Hunde ursprünglich nicht nur zum Treiben der (halbwilden) Rinderherden, sondern auch zu deren Schutz, u.a. vor herumstreifenden Dingos, eingesetzt wurden, erklärt das teilweise ablehnende Verhalten gegenüber anderen Hunden: Eindringlinge müssen daran gehindert werden, dem „Besitz“ zu nahe zu kommen. Die Tatsache, dass das Sozialverhalten und die Art der interspezifischen Kommunikation ihrer Vorfahren, der Dingos, sich sehr von dem der Haushunde unterscheidet, trägt gewiss noch zu dieser Problematik bei.

Wer einmal das Sozialverhalten von Dingos beobachten will, kann dieses auf der Eberhard-Trumler-Station „Wolfswinkel“ bei Wissen, tun. Informationen unter www.gfh-wolfswinkel.de

Schon sehr früh im Welpenalter sollte man darauf achten, dass der naturgemäß sehr selbständige und draufgängerische Cattle Dog lernt, sich dem Menschen unterzuordnen und ihn als kompetenten Chef anzuerkennen.
Hiermit meine ich natürlich nicht Unterdrückung, sondern Überzeugungsarbeit.
Hat man außerdem die Bereitschaft, seinen Hund täglich anzuleiten, ihn dabei konsequent zu führen und ihn mit immer neuen Aufgaben, auch bei Wind und Wetter, zu beschäftigen, wird man mit diesem höchstintelligenten Arbeitshund einen traumhaften Gefährten haben.


Mein Dingo

1998 bekam ich meinen ersten Australian Cattle Dog. Schon im Welpenalter zeigte er mir, dass er ein besonderer Hund mit besonderen Ansprüchen ist. Also musste sinnvolle und artgerechte Beschäftigung her. Da Dingo schon früh gelernt hatte, Gegenstände zu apportieren, baute ich auf diese Begabung unsere Tonnen-Arbeit auf.
Eine neue Idee war geboren: Barrel race mit Australian Cattle Dog.

Zuerst noch bearbeitete Dingo die Tonnen ziemlich planlos. Aber mit der Zeit fand er immer besser heraus, was zu tun ist, um sie möglichst schnell zu mir zu bugsieren. Nämlich sie zuerst durch draufspringen in B
ewegung zu bringen und dann durch Einsatz der Pfoten und des Nasenrückens zu treiben.

Nach und nach verfeinerte er seine Technik immer mehr. Außerdem brachte ich ihm bei, auf Pfiff aufzuhören und auf ein Handzeichen eine bestimmte andere Tonne „anzugreifen“. Das macht er solange, bis er von mir ein Abbruchsignal bekommt oder bis er alle Tonnen zu einer geschlossenen „Herde“ zusammengetrieben hat. Dann gibt´s natürlich eine fette Belohnung aus dem Futterbeutel.

Das Ergebnis dieser Arbeit habe ich 2002 erstmalig auf der Equitana vorgestellt.